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Noch vor wenigen Jahren brauchte man, um einigermassen brauchbare UW-Fotos herzustellen eine Ausrüstung, die denn wert eines Gebrauchtwagens erreichte. Nun, billig ist's immer noch nicht, aber wer sowieso ne Digiknipse besitzt, kann sich bereits für wenig Geld ein Gehäuse dazu kaufen. Um möglichst nahe an das Objekt ran zu kommen hab ich mir zusätzlich noch nen Weitwinkelkonverter geleistet. So krieg ich den ganzen Taucher oder Fisch drauf und kann nahe genug ran, um möglichst wenig Schwebeteilchen zwischen Kamera und Objekt zu haben. |
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Was mir jetzt noch fehlt, ist ein externer Blitz (stimmt nicht mehr, hab mich zu Weihnachten 04 selbst beschenkt). Die Kamera hat zwar einen eingebaut, der ist aber einerseits zu schwach, anderseits strahlt er direkt alle Schwebeteilchen vor dem Objektive an, was den Blick auf das eigentliche Objekt gänzlich verdeckt (siehe Bild). Ein richtiger Blitz sollte möglichst weit weg von der Kamera sein und das Objekt von der Seite oder von oben ausleuchten. Ich werd mir auf alle Fälle noch so ein Teil zulegen... |
Aber auch ohne Blitz gibt's mit einer handelsüblichen Knipse à la IXUS ordentliche Fotos. In grosser Tiefe mach ich nur sehr wenig Fotos; zu wenig Licht ohne Blitz und meist zu viele Schwebeteilchen mit Blitz. Ab einer Tiefe von 10m sehen die Lichtverhältnisse meist schon viel besser aus und wenn dann noch die Sonne scheint... Juhuii. Die meisten Fische tummeln sich in unseren Gewässern sowieso in den oberen Schichten. Nun hab ich endlich meine UW-Fotos, doch benötigen die Bilder noch eine kleine Nachbearbeitung, um wirklich zu gefallen. Die Kamera kann sich nicht so gut an die Lichtverhältnisse im Wasser anpassen wie unsere Augen. Meist erscheinen die Bilder sehr stumpf (ja ich weiss, mit nem Blitz...). Untenstehendes Foto wurde in etwa 3m Tiefe mit unterstützender Mittagssonne geschossen. |
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Eine einfache Tonwertkorrektur bewirkt wahre Wunder. Das Programm (hier Photoshop) ermittelt den dunkelsten und hellsten Punkt des Bildes und verteilt die Tonwerte neu über das gesamte Farbspektrum. Resultat; das Bild ist nicht mehr nur hell bis dunkelgrün, sondern beginnt mit weiss und endet mit schwarz, dazwischen; das gesamte Farbspektrum, dass bei der Aufnahme vorhanden war. |
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Beim Photoshop erreicht man mit der Automatischen Tonwertkorrektur meist die besten Ergebnisse. In der Regel sollte man aber mit dem Befehl Verblassen die Korrektur etwas abschwächen, damit das Bild nicht überkorrigiert wirkt. Manche Bilder verlangen nach einer manuellen Tonwertkorrektur, z.B. wenn das Bild keinen wirklichen schwarzen oder weissen Punkt hat. Hier würde das Programm viel zu stark einwirken, wie man am unteren Beispiel erkennen kann. |
Original |
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manuelle Korrektur |
Es gibt keine goldene Regel für die Korrektur eines Bildes, den jedes Bild ist auf seine Art einzigartig. Ausserdem verfügt nicht jedes Bildprogramm über eine solche Tonwertkorrektur. Doch die meisten heutigen Programme haben mindestens ähnliche Werkzeuge, man muss halt ein wenig ausprobieren... |
Farbkorrektur bei Salzwasseraufnahmen
Der obige Beschrieb ist natürlich auch auf Fotos aus dem Meer anwendbar, doch bei Salzwasseraufnahmen lohnt sich noch eine weitere Farbkorrektur. Da kommt man nun aus dem Wasser, einen 1A Tauchgang hinter sich und jede menge bunte Fischis auf dem Chip. Noch eine anständige Tonwertkorrektur drüberlaufen lassen und... aber was ist das den? Die sind ja alle blau; Fisch blau, Koralle blau, Sand blau alles blau. Hab ich mir die Farben da unten nur eingebildet? |
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Tja, wenn's in 30m Tiefe war, hab ich wohl halluziniert oder ne Lampe dabei gehabt, diese Fotos werden für immer blau bleiben... Doch so manche Fotos hab ich in nur 5m Tiefe geschossen und trotzdem alles blau. Die Farben waren natürlich da, durchs Wasser dezimiert, aber für unser menschliches Auge noch zu erkennen. Unser Auge ist ein wahrer Künstler im Anpassen an Lichtverhältnisse und es verstärkt die unterdrückten Farben soweit, dass sie uns natürlich erscheinen. Die Kamera hat leider nicht so einen tollen Rechner wie wir im Kopf, und drum kann sie die schwächeren Farben nicht so herausheben. Auch der Photoshop kommt hier mit seiner Automatik nicht mehr nach. |
Wie wir ja schon in unserem ersten Tauchkurs gelernt haben, ist es die Farbe Blau, die am weitesten in die Tiefe einzudringen vermag (siehe Tabelle). In 5m Tiefe sind zwar die meisten Farben noch vorhanden, doch sobald wir uns unter Wasser befinden dominiert Blau. Der Trick, die anderen Farben sichtbar zu machen ist ganz simpel: Nehmen wir Blau aus dem Bild, geben wir Platz frei für die anderen Farben. Dies geht im Photoshop am schnellsten mit der Farbton/Sättigung. |
1. Zuerst wählen wir die zu editierende Farbe; Cyan (nicht Blau). |
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Nun wendet man noch die Tonwertkorrektur an und fertig ist das bunte Bild. Natürlich verhält es sich bei jedem Bild wieder anders und manche Bilder werden nur schlechter wenn man ihnen das Cyan abschwächt, gerade bei Bildern die in grosser Tiefe ohne Blitz gemacht wurden, wird das Ergebnis meist nur grau, dann doch lieber Blau... |
Original |
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Tonwertkorrektur |