30. 7. 2004 - Abu Dabab, Elphingstone

Nach der ersten Nacht im Hafen, laufen wir aus. Kurze Zeit später legen wir bei Abu Dabab an, wo wir den "Checkdive" absolvieren. Ein Fest für meine Sinne, hab ich doch den ganzen Sommer bei uns im etwas kühleren Süsswasser, mit nicht ganz so klarer Sicht und ein bisschen wenigere Farbenreichtum getaucht. Auf der Überfahrt nach Elphingstone geschieht es dann, mein Magen macht nicht mehr mit. Michel, unser Chefkoch, erlebt einen Horrortag; er kocht die leckersten Gerichte, doch niemand mag richtig zugreifen. Ich entscheide mich trotzdem beim zweiten Tauchgang mitzumachen. Unterwasser geht's mir auch wirklich ganz gut, doch als wir auftauchen und ich die wogenden Wellen spüre, gibt sich mein Magen endgültig geschlagen: Fischfutter...

Am ersten Tag gab's keine Fotos, ich war noch nicht in der Stimmung dazu.



 

31. 7. 2004 - Deadalus

Meine Seekrankheit hab ich überstanden, nun kann's wirklich losgehen. Heute tauchen wir den ganzen Tag am Deadalus-Reef. Bereits beim ersten Tauchgang um 7 Uhr in der früh, sichten die meisten von uns einen Hammerhai, ich gucke und gucke, aber sehe den einfach nicht. Bei unserem dritten Tauchgang, krieg ich dann aber einen Fuchsschwanzhai zu sehen (leider kein Foto) und ein Napoleon will uns anknabbern, es scheint, er wurde schon des öfteren von Tauchern gefüttert...

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1. 8. 2004 - Rocky Island, Zabargad

Die Nacht über sind wir nach Rocky Island geschippert. Hier erwartet uns ein Traumtag, für einen Taucher. Beim ersten Tauchgang, vor dem Frühstück, treffen wir auf eine Schule von Spinner-Delfinen. Für mich das erste mal, diese Tiere unter Wasser zu sehen. Beim zweiten Tauchgang ist das Highlite ein Hammerhai und diesmal seh ich ihn auch. Später, als wir bei Zabargad angekommen sind, gesellt sich wieder eine Schule von Spinner-Delfinen zu uns. Noch nie hat ich Maske, Schnorchel und Flossen so schnell zur Hand. Glück war's, dass die Kamera noch im Gehäuse war...

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2. 8 . 2004 - Sataya, Malahi, Wadi Gemal

Das schöne an den Early-Morning-Dives vor dem Frühstück ist, dass man noch so manche nachtaktive Tiere antrifft. Bei Sataya treffen wir auf ein Feuerfischpärchen, dass sich noch nicht in die Höhle verkrochen hat. Im Gegenteil, die beiden rucken mir mächtig auf die Pelle (keine Ahnung was ich da verbrochen habe). Der Korallengarten war einfach atemberaubend (hab's aber überlebt ;-), wurde allerdings vom nächsten Tauchplatz, gleich wieder getopt. Malahi, das Korallenlabyrinth...

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3. 8. 2004 - Shaab Sharm, Shaab Marsa Alam, Shaab Shona

In Shab Sharm treffen wir auf eine Riesen-Moräne, die gerade den Putzdienst im Haus hat. In der Bucht von Shaab Shona halten wir lange zeit Ausschau nach einer Seekuh, die hier schon gesichtet wurde, leider vergebens. Doch als wir später über die Seegrass-Wiese hinwegtauchen, treffen wir auf eine gigantische Schildkröte. Gemäss Giti soll diese mehr als 150 Jahre auf dem Panzer haben. Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen, um 1850 soll sie also zur Welt gekommen sein...

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4. 8 . 2004 - Shaab Shona, Umm Rus

Der letzte Tauchtag. In Shaab Shona gehen wir nochmal runter und treffen auf unzählig viele Blaupunkt-Stechrochen. Den letzten Tauchgang wollte ich eigentlich sausen lassen, doch Frank, mein Buddy, will unbedingt noch einmal ins Wasser. "Wenn du in dem Bademantel kommst, dann komm ich mit", gesagt, getan und Frank springt im Morgenmantel ins Wasser. Schliesslich heisst es Abschied nehmen und ins Hotel fahren, dort gönnen wir uns am Abend unsere letzte Shisha...

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Eine Woche auf hoher See, das Programm: Schlafen, tauchen, essen, schlafen...etc. und abends, eine Shisha rauchen. Die Sub Aqua I ist ein supergemütliches Schiff und obwohl ich eine Doppelkabine für mich alleine hatte, hab ich jeden Abend auf dem Sonnendeck (bzw. Mondscheindeck) geschlafen. Die Küche vom Michel war ein echter Gaumenschmaus, oder, wenn ich Frank zitieren darf: "Als ob ein Engel auf meine Zunge gepinkelt hätte". Giti, unser Divegide mit dem neckischen Lachen, hat uns so manche Geheimnisse der Tauchplätze verraten und die ägyptische Crew um Kapitän Houdry war immer hilfsbereit zur Stelle. Der absolute Hammer aber war, dass kaum ein anderes Schiff da unten unterwegs wahr und an so manchem Tauchplatz haben wir ganz alleine angelegt.