Sharm el Sheikh 3. bis 10. Dezember 2004
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Hergiswil, 28. 11. 2004. Aussentemperatur ca. 1°c. Wir sitzen im Glasi-Restaurant und schreiben unser Logbuch. "Was hast Du für ne Temperatur?" fragt Daniela. "Mein Gekko meint 8°c, in dem Fall war's wahrscheinlich 6°c," antworte ich, mein Tauchcomputer hat etwas mühe damit, einzugestehen wie kalt es wirklich war. "Brrr, zum Glück sitzen wir nächsten Freitag bereits an der prallen Sonne," neckt Daniela. "Ja danke, reib's mir nur unter die Nase", schmolle ich zurück. "Wieso kommst Du nicht einfach mit"...
Es folgen vier extra-hektische Tage: Ticket besorgen, beim Chef um kurzfristigen Urlaub bitten, Tauchpaket buchen, dazwischen noch Sushi essen und Divemaster-Kurs besuchen und schliesslich:
Geschafft, da sitz ich nun an der Nama Bay, angenehme 25°c und "s'isch eifach Perle". Mit dabei Benno und Daniela, die mich zu meinem Glück überredet haben, sowie Claudia und Roberto, die hier ihren OpenWater machen wollen. Es folgen 15 wundervolle Tauchgänge. Wir besuchen die Überreste der Yolanda und betauchen die Wracks der Dunraven und der Thistelgorn. Beide Wracks bieten jede menge Fotosujets und ich kann nur von Glück reden, dass Benno und Daniela ebenfalls eine Kamera dabei haben. So können wir uns richtig viel Zeit nehmen und das ganze auch wirklich geniessen. Für die DiveGides ist's schnell klar; "ihr drei macht das Schlusslicht".
Abends geben wir uns ganz international; vom Mexikaner über den Thailänder bis hin zur einheimischen Küche probieren wir uns durch die Restaurants der Nama Bay durch. Alles ganz lecker, bis auf die ägyptische Küche, die uns nicht wirklich beglückt. Beim Shoppen zeigt uns Roberto was ein Italiener so alles drauf hat. Seine Feilsch-Künste werden bei uns schnell sehr beliebt und immer wenn jemand "märten" will, heisst es: "Roberto, kannst du mir mal helfen". Wie er's macht bleibt sein Geheimnis, denn Roberto märtet ausschliesslich auf italienisch. Wenn's später ans Shisha rauchen geht, ist bei den meisten leider bereits Feierabend. Doch schaffe ich es trotzdem, immer wieder einen aus unserer "Sinai-Gang" zu überzeugen (An dieser Stelle geht mein Dank an Claudio, Roberto und André)
Claudia und Roberto absolvieren schliesslich mit grossem Erfolg ihren OpenWater, noch einmal herzlichen Glückwunsch! Klar, dass wir die letzten Bootstauchgänge gemeinsam verbringen. Auch Claudio, der irgendwie auch immer anwesend war, hat seinen OpenWater bestanden und gibt unter Wasser richtig Gas...
Am Dienstag Abend treffen wir uns mit ein paar neu gewonnen Freunden aus Deutschland zum Nachttauchgang in der NamaBay. Das man für nen Nachttauchgang nicht zwingend eine Lampe braucht, wird uns hier gleich live vorgeführt. Daniela übergibt unserem Voll-Nacht-Taucher schliesslich meine Notlampe, die sowieso mehr Licht bietet als die Mietlampen der Basis. Ohne Lampe in der von Feuerfischen verseuchten NamaBay zu tauchen, ist schon ziemlich mutig. Vom Licht magisch angezogen, schwirren etwa zehn Rotfeuerfische um uns herum (was das Tauchen ohne Lampe wieder rechtfertigen würde) und warten darauf, dass wir Ihnen das Futter besorgen: Im Lichtkegel der Lampen bleiben viele Fische wie paralysiert stehen, der Feuerfisch wartet nur darauf, das im das erstarrte Menü zusagt und schnappt zu. Auch ein Zackenbarsch, der sich immer wieder von hinten an uns anschleicht, weiss unseren Beleuchtungsservice zu schätzen...
Am Mittwoch machen wir den selben Tauchgang nochmal. Diesmal ist alles entspannter, alle haben eine Lampe dabei und an die Feuerfische haben wir uns auch schon etwas gewöhnt.
Am Donnerstag ist's schliesslich soweit, unser letzter Tauchgang in der NamaBay... mein 100er! Jupiduppi, jetzt gehör ich auch zu den Grossen. Auch wenn das Riff total abgetragen ist, so bietet es Fisch-mässig doch eine ordentliche Palette: Pyramiden-Kofferfisch, Krokodilfisch, ein Barakuda-Schwarm und jede menge Nemos, gehören zu den Fischen die ich nach meinem 100ten ins Logbuch schreiben durfte.
Tja, das war's dann auch schon wieder. Waren wiedermal echt dufte Ferien. Nochmals grossen Dank an Daniela und Benno, die bei der Suche nach einem Lastminute-Angebot nicht so schnell das Handtuch warfen wie ich, das war voll "Praline"! Da hät ich echt was verpasst, oder um es nochmal gesagt zu haben: "Da han i doch meh erläbt als bim Schaffe..."
Suti
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Bei den "taucher.li's" gibt's noch mehr tolle Bilder aus unseren Ferien. Hier die Homepage von Daniela und Benno.
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